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Die Geschichte des Bades Joachimsthal

Historické fotoAls im Jahre 1864 die Bergleute Erz in einer Tiefe von einem halben Kilometer förderten, spritzte in der Grube Eintracht (Svornost) eine starke Quelle Wasser auf, die nach und nach das Bergwerk überschwemmte. Jahrzehnte wusste niemand, dass es gerade diese sein wird, die nach einer Entdeckung des Ehepaares Curie Joachims-thal als Kurort berühmt machen wird. Über das Kurwesen sprechen wir seit dem Anfang des Jahres 1906. Es fing bescheiden mit privaten Bädern an. Bald übernimmt die Hauptrolle der Staat. Im Jahre 1911 wird das erste Kurgebäude geöffnet, in welches das Heilwasser aus der Grube durch eine einige Kilometer lange Rohrleitung geleitet wird. Sehr gute Heilergebnisse führten zur Entscheidung das Kurhotel Radium Kurhaus - heutiger Radium Palace aufzubauen, das im Jahre 1912 geöffnet wurde und gehörte zu dem besten, was Europa in der damaligen Zeit anbieten konnte. Deswegen wurden in ihm vor allem bedeutende Persönlichkeiten des politischen, industriellen und kulturellen Lebens behandelt. Es kamen auch weitere Kurhäuser und private Pensionen dazu, die ermöglichten, dass in den dreißiger Jahren den Kurort an die neuntausend Gäste jährlich besuchten. Das Radiumbad erfreute sich einer Weltberühmtheit.

Historické fotoDer Zeitabschnitt nach dem zweiten Weltkrieg wurde negativ durch die heftige Verbreitung der Uranförderung beeinflusst, die den Ruf und das Aussehen der Stadt bezeichnete und die Berühmtheit des Kurortes ging dadurch zunichte. Eine Änderung zum Besseren brachte erst die Stilllegung des Uranabbaues am Anfang der sechziger Jahre. Die Stadt und das Bad öffnen sich wieder der Öffentlich-keit und der Welt. Das Kurwesen rückt wieder in den Vordergrund.

Im Jahre 1975 nimmt den Betrieb das moderne Sanatorium des Akademiker Běhouneks auf und nach weiteren siebzehn Jahren wird das Kursanatorium Curie geöffnet. Die Aktiengesell-schaft Léčebné lázně (Heilbad) entsteht am Anfang der neunziger Jahre, durch Investitionen von hunderten Millionen wird das Bergwerk Eintracht mit seinen Quellen rekonstruiert, der Radium Palace und auch eine ganze Reihe weiterer Kurhäuser modernisiert. Durch zielbewusste Tätigkeit gibt sie dem Bad wieder seine Weltberühmtheit zurück.

Die Geschichte der Stadt Joachimsthal

Historické fotoDer Kurort Joachimsthal liegt im tiefen Tal des Erzgebirges, dass schon seit undenklichen Zeiten durch seine Bodenschätze bekannt ist. Nach der Entdeckung von großen Silberfunden im Jahre 1516, verändert sich der ursprüngliche Ort Konradsgrün zu einer Bergstadt. Wegen seiner Lage im Tal nannten ihn die Bergleute, die hauptsächlich aus dem benachbarten Sachsen kamen, Thal. Als er im Jahre 1520 vom König zur freien Bergstadt erklärt wurde, zählte er an die fünftausend Einwohner und benutzte den Namen Sankt Joachimsthal. Bald wurde er durch die Silbermünzen berühmt die zuerst in der Münze des Gründers der Stadt des Grafen Stephan Schlicks geprägt wurden, später dann im königlichen Münzhaus. Nach dem Ort der Herkunft lebte sich für die silberne Münze aus der Stadt Sankt Joachimsthal auf den europäischen Märkten die Bezeichnung Thal- Thaler und anschließend Tolar ein. In dieser Zeit gehörte Joachimsthal zu den am meist besiedelten Städten des Königreichs und war, neben seinem Reichtum, durch Beziehungen mit den Kulturzentren Europas und Wirken von bedeutenden Persönlichkeiten (G. Agricola) berühmt.

Historické fotoDie Senkung des Silberpreises Dank der Einfuhr von Edelmetallen aus der "Neuen Welt", Kriegsereignisse des 17. Jahrhunderts, Pestplagen und die hart durchgeführte Rekatholisierung der hiesigen protestantischen Gemeinde, bedeuten den Verfall der Stadt. Eine Erinnerung des Bergbauruhmes war die Errichtung der "Bergschule" in Joachimsthal im Jahre 1716, die Vorgängerin der späteren Montanakademien. Die örtlichen Erfahrungen mit dem Abbau von Kobalt und seiner Ausnutzung zur Herstellung von Farben, fanden eine Verwertung nach der Entdeckung des Elements Uran am Ende des 19. Jahrhunderts. Das Uranerz war hier schon seit der Zeit der Silberförderung unter dem Namen Pechblende bekannt. In der Hälfte des 19. Jahrhunderts fängt ihr industrieller Abbau an. Das Bergwerk Eintracht ist das älteste Uranbergwerk auf der Welt. Aus dem Erz wurden in der Staatsfabrik "Uranfarben" hergestellt, die hauptsächlich Porzellan- und Glas- Fabriken benutzten. Die steigende Produktion brachte eine wirtschaftliche Belebung der Stadt mit sich und zusammen mit der Errichtung der staatlichen Tabakfabrik machte sie sich später auch für die Einführung der Eisenbahnverbindung verdient.

Historické fotoIm Zusammenhang mit der Entdeckung der Spaltung des Uranatomkerns, dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges und Benutzung der ersten Atombombe, wurde Joachimsthal zum Ort einer strategisch wichtigen Förderung eines bedeutenden Rohstoffes. Die Stadt öffnete sich erst wieder erneut der Welt am Anfang der sechziger Jahre, nach der Beendung der Uranförderung. Stürmische Zeitabschnitte der Geschichte, die durch Joachims-thal durchgingen, sind schon Vergangenheit. In der gegenwärtigen Zeit ist die Stadt im Erzgebirgs- tal durch sein Heilbad und behagliche Atmosphäre berühmt.